Karton

Die Zugänglichkeit und Beschaffenheit von Karton, mit seinen vielfältigen Farben und Texturen, erlauben es mir grossformatig zu arbeiten, aber auch Details und authentische Emotionen einzufangen, ganz ohne Abfall zu produzieren. Tiere stehen dabei im Mittelpunkt meines künstlerischen Schaffens und zeigen meine Verbundenheit zur Natur. Mich fasziniert die Vorstellung, aus einem alltäglichen, oft achtlos weggeworfenen Material etwas Neues, Einzigartiges zu erschaffen und ihm so neues Leben einzuhauchen. Beim Modellieren finde ich nicht nur Ausdruck, sondern auch Achtsamkeit – für die Umwelt, für Details, für das Material selbst.

Freche Vögel

Aus farbigen, dünnen Kartonverpackungen entstehen lediglich mit Reissen und einem Tupfen Leim phantasievolle Vögel.

Kartonpulpe

Karton in heisses Wasser eingelegt, zerkleinert und etwas Kleister dazu und schon kannst du loslegen ...

Mir gefällt dabei, den rauen Charakter der Pulpe beizubehalten.

Tierskulpturen

Fotos dienen mir als Vorlage, die ich im Verhältnis zum (lebensgrossen) Endergebnis hochrechne. Sobald das Skelett steht, verlasse ich die exakte Berechnung und arbeite nach Gefühl und Vorstellung. Schritt für Schritt entwickelt sich der Körper ins Dreidimensionale, wobei ich auf charakteristische Merkmale wie Muskulatur, Fellstrukturen oder typische Körperhaltungen achte. Durch die regelmäßige Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln sichere ich Plastizität und Balance. Zum Schluss entstehen Oberflächenstrukturen und Details, die dem Tier Ausdruck und Lebendigkeit verleihen.

Abschlussarbeit Gestaltungspädagogik IAC

«Back to the Woods»

Wo sich Fuchs und Uhu gute Nacht sagen

Ich spiele mit Tiefe, Perspektive und Zusammenspiel, zugleich mit der haptischen Qualität des Materials Karton - roh, facettenreich und Träger von Geschichten.
 «Back to the Woods» ist nicht nur eine Arbeit über Material und Herkunft, sondern auch eine poetische Installation über Natur und Kreislauf. Das formbare Medium wird zur Metapher einer symbolischen Transformation – zwischen Umwelt und Kultur, zwischen Gebrauchsgegenstand und Kunstform.
 Große Holzrahmen fassen meine abstrahierte Waldszene aus Karton. Als Zelluloseprodukt trägt das Material den Wald buchstäblich in sich. Lebensgroße Tiere, mit einfacher Mechanik in Bewegung versetzt, laden zum Durchschreiten, Staunen und Interagieren ein.

Nach der Ausstellung zeige ich hier gerne weitere Bilder!